Pflege-WG statt Pflegeheim – warum immer mehr Familien umdenken

Wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird, stehen Familien vor einer der schwierigsten Entscheidungen: Pflegeheim oder eine Alternative? Der Unterschied zwischen Pflege-WG und Pflegeheim ist größer als viele denken und für immer mehr Familien fällt die Wahl zugunsten der ambulant betreuten Wohngemeinschaft.

Was ist eine Pflege-Wohngemeinschaft? In einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft leben acht bis zehn pflegebedürftige Menschen gemeinsam in einer großzügigen Wohnung. Jeder Bewohner hat sein eigenes Zimmer, das er individuell einrichten kann, mit eigenen Möbeln, Bildern und persönlichen Gegenständen. Gemeinschaftsräume wie Küche, Wohnzimmer und Garten werden zusammen genutzt. Ein festes Pflegeteam ist rund um die Uhr vor Ort. Der entscheidende Unterschied zum Pflegeheim: Die Wohngemeinschaft ist kein Heim, sondern ein Zuhause. Die Bewohner sind Mieter — mit allen Rechten, die dazugehören.

Fünf Vorteile der Pflege-WG gegenüber dem Pflegeheim
1. Selbstbestimmung im Alltag – Im Pflegeheim bestimmen Dienstpläne den Tagesrhythmus. In einer Pflege-Wohngemeinschaft haben Bewohner und Angehörige echtes Mitspracherecht: Was wird gekocht? Welche Aktivitäten finden statt? Wann wird aufgestanden? Diese Selbstbestimmung stärkt Würde und Wohlbefinden.
2. Individuelle Betreuung – In einer WG mit acht bis zehn Bewohnern kennen die Pflegekräfte jeden Einzelnen persönlich, seine Gewohnheiten, Vorlieben und Geschichte. Im Pflegeheim mit 80 oder 100 Bewohnern ist diese Nähe kaum möglich.
3. Wohnen wie Zuhause – Es gibt keine langen Flure, keine Stationszimmer und keinen Schichtbetrieb. Stattdessen wird gemeinsam gekocht, der Tisch gedeckt und zusammen gegessen. Dieses Stück Normalität geht in stationären Einrichtungen oft verloren.
4. Familiäre Atmosphäre — Die kleine Gruppe schafft echte Beziehungen – zwischen Bewohnern, Pflegekräften und Angehörigen. Besuche sind jederzeit möglich, ohne Anmeldung und ohne feste Besuchszeiten.
5. Oft günstiger als das Pflegeheim – Durch die Kombination aus Pflegesachleistungen, Wohngruppenzuschlag und Entlastungsbetrag ist der Eigenanteil in einer Pflege-WG häufig niedriger als im Pflegeheim.

Mehr dazu in unserem Artikel: Pflege ist bezahlbar — welche Hilfen Ihnen zustehen.

Für wen eignet sich eine Pflege-WG? Die Wohnform eignet sich für Menschen aller Pflegegrade – von leichter Unterstützung im Alltag bis zur intensiven Versorgung, auch bei Demenz. Besonders gut aufgehoben sind Menschen, die Gemeinschaft schätzen, aber trotzdem ihren eigenen Rückzugsort brauchen.

Lavanda Pflegedienst: Fünf Wohngemeinschaften in Charlottenburg Bei Lavanda betreuen wir fünf Senioren-Wohngemeinschaften in Berlin-Charlottenburg – vom traditionsreichen Cecilienhaus bis zu unseren Standorten am Lietzensee und am Kurfürstendamm. Unser Leitspruch „Mehr als Pflege – ein Zuhause” ist unser täglicher Anspruch. Wenn Sie sich fragen, ob eine Pflege-Wohngemeinschaft das Richtige für Ihren Angehörigen ist, beraten wir Sie gerne – persönlich, ehrlich und unverbindlich.

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